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  der frank
 
hab jetzt lange keine motivation gehabt hier etwas zu schreiben. das hat viele gründe. zumal ich immer noch von einem arzt zum nächsten laufen muß. diese woche zb. hab ich jeden tag ausser heute einen arzttermin.

naja auf alle fälle hab ich dieses wochenende meinen geburtstag verlebt. und ich muß sagen er ist ziemlich ruhig von der bühne gegangen.
aber die größte überraschung war, dass mir mein chef gestern einfach so 50 euronen in die hand drückt und sagt, ich solle versuchen noch eine karte fürn herrn cave zu bekommen, und mir einen schönen abend machen. ich war wirklich sowas von sprachlos, mit dem hätte ich niemals im leben gerechnet.
naja jedenfalls hab ich dann noch 1 karte der zweiten kategorie bekommen. und durfte gestern einem konzert der ganz besonderen art beiwohnen.
der rahmen hätte ja besser nicht gewählt sein können. ja und der herr cave war wirklich bester laune. teilweise ists mir vorgekommen wie ein wunschkonzert. das einzige was mich störte war das äußere des meisters. also dieser bart schaut schon sehr sehr seltsam aus.

hier noch eine andere meinung dazu: http://fm4.orf.at/pfister/215747/main
14.11.06 08:33


hier noch eine.....

Urlaub mit Freunden: Nick Cave gastierte im Konzerthaus
Mit einer kleinen Version seiner Band The Bad Seeds war der Musiker in Wien zu Gast: Mit diesem Quartett veröffentlicht er im März ein Album – mit spürbarer Vorfreude


Wien – "What a fucking mess!", rief er aus und erhob den Stinkefinger Richtung Schlagzeuger. Der nahm’s gelassen, und ein gewisses Phlegma gehört wohl zur empfohlenen Grundausstattung eines Musikers an der Seite von Nick Cave. Ein Blick auf die anderen Akteure: Alle lachen. und auch Cave findet das durch ein nur beinahe gelungenes Song-Ende angerichtete Chaos breit grinsend amüsant.


Zwar gilt seine Stammband, The Bad Seeds, aus der sich hier ein schlanker Vierer als "Nick-Cave-Soloprogramm" gerade auf Europa-Tour befindet, ebenfalls als traditionell fahrlässig. "We don’t waste much time practicing" ist in diesem Zusammenhang ein oftmals vernommener Satz aus dem Mund des Australiers. Trotzdem verbreiteten die letzten Auftritte von Nick Cave And The Bad Seeds eine Abgeklärtheit, die der Kraft vieler Songs erheblich an Wirkung nahm, stattdessen ihr Heil in gemächlich abgehangenen Balladen im Midtempo suchte und leider auch fand. Am Montag im Wiener Konzerthaus war von dieser Routine kaum etwas zu spüren. Wohl vor dem Hintergrund, dass die hier auf der Bühne stehenden Herren Nick Cave, Warren Ellis, Martyn Casey und Jim Sclavunos eben unter dem Projektnamen Grinderman ein Album aufgenommen haben, das nächsten März erscheinen wird, schlug die Band einen deutlich schärferen Ton an als zuletzt.

"No Pussy Blues"

Das gleichnamige Album, aus dem auf der Homepage der Band die Blödheit No Pussy Blues zu hören ist, besinnt sich die Band auf Caves Wurzeln zur Zeit seiner zweiten Band, The Birthday Party, watet und taumelt also unentschlossen, aber bestechend zwischen Blues und dessen Reinkarnation als Punk.

Dazu verstärkte die Band im STANDARD-Interview den Eindruck, dass Grinderman ein Projekt von vier Jungs ist, die sich eine Auszeit von Heim, Familie und eben der Stammband gönnen, um wieder einmal ordentlich einen draufzumachen. Nick Cave: "Ich bin bald fucking 50 und habe das Gefühl, dass ich mehr zu sagen habe als das, was ich alle drei Jahre auf einem Bad-Seeds-Album unterbringe."

Dass er sich diese Freiheit nun genommen hat, wirkte sich auf das Konzert wahrlich positiv aus. Nicht nur, dass Cave nach wenigen Songs die Setlist entsorgte und ein über Publikumszurufe zusammengestelltes Wunschkonzert gab. Auch die Interpretationen überraschten noch die abgeklärtesten Nick-Cave-Konzert-Routiniers.

Sogar der üblicherweise als Problemkind einzustufende Warren Ellis verzichtete weit gehend auf sein schwer erträgliches Rumpelstilzchen-Ausdruckgehabe, sondern stärkte die Songs mit elektronischer Geige, deren Be- und Misshandlung mit Effektpedalen Atmosphäre generierte, die von gesetzter Behäbigkeit bis zu brachialem Lärm reichte.

Auch Cave, der dieser Tage vom Bart bis zur den kahlen Stellen seines Schädels an Mundl Sackbauer nach der Entdeckung des Farbtones "Black Death" im Angebot von Country Colors erinnert, hämmerte etwa ein wütendes Red Right Hand oder ein manisches Deanna aus seinem Flügel. Dass das Publikum derlei Ausbrüche wie schnöselige Jazzconnaisseure mit Zwischenapplaus bedachte, war wohl der Verdammnis geschuldet, derlei energetischen Darbietungen im Sitzen beiwohnen zu müssen.

Schließlich durfte sogar Cave aufstehen, um – ein Novum – zur Gitarre zu greifen und Tupelo mit zwei dröhnenden Akkorden zu bereichern oder bei Rock Of Gibraltar ein wenig neben den Noten zu lärmen. Immerhin hat ihm ja Ex-Bad-Seed Blixa Bargeld über viele Jahre hinweg gezeigt, wie man nicht Gitarre spielt.

Dass Cave im Balladenfach zu den Größten zählt, wurde durch Interpretationen des Weeping Song, God Is In The House oder Hallelujah nicht infrage gestellt. Im großzügig bemessenen Zugabenblock erhob sich der Saal schließlich aus den Sitzen und rückte angesichts der Darbietung mit vollem Herzen an den Bühnenrand vor.

Bereits vier Monate vor Erscheinen wirkte Grinderman also schon Wunder. Herrlich, so eine "fucking mess". (Karl Fluch/ DER STANDARD, Printausgabe, 15.11.2006)
16.11.06 08:49


im moment oder eigentlich schon länger hab ich bewußt das gefühl, dass von allen seiten an mir gezerrt wird, und ich jede sekunde dazu neigen könnte zu "zereissen".
dies ist natürlich für meinen gesundheitlichen zustand alles andere als gut. ich finde es mittlerweile schon schlimm, wenn personen die ich höchstens zweimal im jahr zu gesicht bekomme, bzw. menschen mit denen ich eigentlich gar keinen persönlichen kontakt pflege, mich auf mein wohlbefinden ansprechen.....
denn genau diese fragen machen mich nur noch sensibler.....
also werde ich voerst nicht mehr länger an mir "zerren" lassen und und voerst nur noch für mich bestimmen ob ich etwas machen möchte oder nicht und mein leben nicht mehr so stark auf andere menschen auslegen.
ich muß sagen nach genau drei tagen praktizierens gehts mir wesentlich besser!
22.11.06 09:45


Die eine Wahrheit.

Ein Selbstbedienungsrestaurant im obersten Stockwerk eines großen Wiener Kaufhauses. Bevor ich mich nach einem neuen Scanner umsehe, will ich etwas essen, ich wohne in einem Randbezirk, schon die Fahrt in den Sechsten ist eine anstrengende Reise, und U-Bahnfahrten erschöpfen mich restlos.
Die Schlange ist lang. Ich nehme eine Gulaschsuppe, bezahle, stelle sie auf einem freien Tisch ab, ziehe mein Sakko aus, hänge es über den Stuhl. Da fällt mir ein, dass ich die Semmel vergessen habe. Fluchend reihe ich mich nochmal in die Schlange ein.

Als ich mit der Semmel an meinen Tisch zurückkomme, sitzt dort ein Schwarzer und löffelt genüsslich meine Gulaschsuppe.
Ich bin kein Rassist. Ich habe nichts gegen Ausländer. Aber meine Suppe lasse ich mir von niemandem wegschlabbern.
Kurzentschlossen setze ich mich dem Frechling gegenüber und starre ihn herausfordernd an. Er senkt den Blick und isst weiter.
Ja Sakrament, denke ich, der Kerl hat Nerven! Wollen doch mal sehen! Ich tunke ein Stück Semmel in die Suppe und schiebe es mir in den Mund, ohne die Augen von dem Schwarzen abzuwenden. Er hebt den Kopf, starrt mich kurz an, isst weiter.
Das gibt es nicht, denke ich.
Im Bemühen, mich nicht ausländerfeindlich zu geben, aber dennoch etwas von meiner Suppe zu haben, reiße ich meine Semmel in kleine Stücke und tunke und tunke. Der Schwarze ist so freundlich, den Teller etwas näher zu mir zu schieben, aber er sieht mich nicht mehr an. Ich bin ratlos. Wie soll man solcher Unverschämtheit begegnen? Skandal machen? Leute, helft mir, ich bin kein Rassist, aber dieser Schwarze frisst mir die Gulaschsuppe weg?

Eine Minute später ist der Teller leer, alle Überlegungen haben sich erübrigt. Der Schwarze wischt sich den Mund mit meiner Serviette ab. Er nickt mir zu, steht auf und geht. Ich bin nach wie vor sprachlos.
In diesem Moment merke ich, dass mein Sakko weg ist.
"Halt! Bleib stehen!" schreie ich und springe auf. "Haltet ihn auf! Er hat mein Sakko gestohlen!"
Durch mein Geschrei ziehe ich die Aufmerksamkeit der Leute an den Nachbartischen auf mich. Mein Blick schweift durchs Lokal - wird sich jemand meiner annehmen, werden wir gemeinsam Jagd auf den Suppen- und Sakkodieb machen?
Und da sehe ich am Sessel des Nebentisches mein Sakko hängen. Meine Gulaschsuppe steht unberührt da.
Die Tische in diesen Selbstbedienungsrestaurants sehen aber wirklich alle gleich aus.

(Thomas Glavinic)
30.11.06 08:20





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